Nähere Angaben, die den Ort der Aufnahme bzw. eventuelle Begleitumstände beschreiben, entnehmen Sie bitte der Seite "Lebensraum Stux".
Familie Erdschnacken (Tipulidae)
Kammschnake (Ctenophora sp.)
11. 04. 09 Kammschnake (Ctenophora sp.) (det. Frank Marquard)
11. 04. 09 Kammschnake (Ctenophora sp.) (det. Frank Marquard)
21. 05. 10 Kammschnake (Ctenophora sp.)
21. 05. 10 Kammschnake (Ctenophora sp.)
25. 05. 11 Kammschnake (Ctenophora sp.)
Die Kammschnaken der Gattung Ctenophora - es gibt 4 Arten in Deutschland - werden etwa 2 - 3 cm lang und kommen an eher feuchten Orten vor. Sie sind nirgends häufig und fliegen von April - August. Die Larven entwickeln sich in morschem Holz.
Dictenidia bimaculata
13. 05. 11 Dictenidia bimaculata
13. 05. 11 Dictenidia bimaculata
Dictenidia bimaculata wird etwa 2 cm lang. Die Schnake fliegt von Mai - September vorzugsweise in und an Laubwäldern, die Larven leben meist in vermoderndem Holz.
Mit einer Spannweite von bis zu 7 cm ist die Riesenschnake unsere größte Schnakenart. Sie ist hauptsächlich in feuchteren Biotopen anzutreffen und ernährt sich von Pflanzensäften. Die Larven leben unterirdisch an den Wurzeln von Gräsern und anderen Pflnzen und können bei Massenauftreten schädlich werden.
Familie Stelzmücken (Pediciidae)
In Deutschland gibt es knapp 300 Stelzmücken-Arten (weltweit etwa 10.000). Die Tiere fliegen meist im Winterhalbjahr von September bis in den April hinein und sind im Vergleich zu anderen Mücken mit einer Körperlänge von 2 - 3 cm recht groß. Die erwachsenen Tiere leben meist von Pflanzensäften, die Larven machen sehr unterschiedliche Entwicklungen, sowohl im Wasser als auch auf dem Land, durch.
Pedicia rivosa
29. 09. 09 Pedicia rivosa (det. Michael Becker)
29. 09. 09 Pedicia rivosa (det. Michael Becker)
Pedicia rivosa ist eine attraktiv gezeichnete Art (ja, attraktive Mücke - auch so was gibts!) von etwa 2,5 - 3 cm Körperlänge, die in erster Linie in feuchteren Biotopen zuhause ist; der Hauptverbreitungsort hier dürfte das Hähnerbachtal sein. Die Larven leben auf dem Grund sauberer Bäche.
Familie Blumenfliegen (Anthomyiidae)
Anthomyia sp.
02. 08. 08 Anthomyia sp. (det. Jürgen Peters)
Die Blumenfliegen sind eine Familie der Zweiflügler, die in Mitteleuropa etwa 220 Arten zählt. Die Larven der meisten Arten leben von verwesenden Pflanzen. Einige Arten können an Nutzpflanzen schädlich werden, wie die Salatfliege (Pegohylemyia gnava) an den Samen von Salatpflanzen oder die Zwiebelfliege (Delia antiqua) an Zwiebeln.
Anthomyia procellaris
23. 04. 11 Anthomyia procellaris (conf. Stephen R. auf diptera.info
Anthomyia procellaris wird max. 7 mm lang. Die Art ist hier recht häufig auf Blüten zu finden, wo sie sich vom Pollen ernährt. Die Larven sollen in Säugetierkot liegen, aber Genaueres konnte ich nicht herausfinden.
Pegomya sp.
24. 10. 09 Pegomya sp. (det. Lars Brunkman u. a.)
Die Blumenfliegen der Gattung Pegomya sind vom Foto her kaum zu unterscheiden, allenfalls kann man sie in eine größere Gruppe mehrerer Arten einordnen. Manche Arten, wie die Rübenfliege Pegomya betae, können als Schädlinge auftreten.
Familie Echte Fliegen (Muscidae)
Graphomyia maculata
26. 08. 06 Graphomyia maculata (det. Jürgen Peters)
26. 08. 06 Graphomyia maculata (det. Jürgen Peters)
Graphomyia maculata wird einen knappen Zentimeter lang und ist eine hier häufige Art. Nur die Männchen haben diesen bunten Hinterleib, der der Weibchen ist grau. Die Larven leben von vermodernden Blättern, in Komposthaufen etc.
Mesembrina meridiana
16. 10. 06 Mesembrina meridiana (det. Jürgen Peters)
19. 10. 06 Mesembrina meridiana
19. 10. 06 Mesembrina meridiana
Mesembrina meridiana wird gut 1 cm groß und ist hier am Stux vereinzelt zu finden. Meist sitzt sie auf den Stellen, an denen vom vorigen Tag noch Köderreste für die Nachtfalter kleben. Die Larven leben in Kot (sie sind "coprophag"), z. B. in Kuhfladen.
Familie Waffenfliegen (Stratiomyidae)
In Deutschland gibt es etwa 65 Arten Waffenfliegen. Die Größe der meisten Arten liegt zwischen 0,5 und 1 cm, viele Arten sind auffällig, einige metallisch, gefärbt. Der Name "Waffenfliegen" leitet sich von Dornen ab, die am Schildchen, der Brustbedeckung, nach hinten reichen und an Waffen erinnern (und nicht, wie man häufig liest, daß die Farben der Fliegen an alte Uniformen erinnern, dat is Kokolores). Der Zweck dieser Dornen ist nicht bekannt, als Waffen werden sie nicht eingesetzt.
Chloromyia formosa
18. 05. 08 Chloromyia formosa
18. 05. 08 Chloromyia formosa
Die 7 - 8 mm groß werdende Chloromyia formosa ist hier eine häufige Waffenfliege, die oft auf Blüten anzutreffen ist. Die Larven leben von verrottendem Pflanzenmaterial und überwintern.
Clitellaria ephippium
24. 05. 06 Clitellaria ephippium (det. Claus Weisenböhler, Gisela Merkel-Wallner) ca. 1,5 cm
Diese Art ist eine Besonderheit, denn sie ist eine echte Rarität. In der Roten Liste wird sie bislang nur in Bayern geführt, da sie andernorts praktisch nicht vorkommt - und dort steht sie unter "1" - also "vom Aussterben bedroht". Die Larven der Fliege entwickeln sich in den Bauten der in Eichen beheimateten Ameise Lasius fuliginosus.
Oxycera leonina
16. 07. 11 Oxycera leonina (det. Andreas Haselböck)
16. 07. 11 Oxycera leonina (det. Andreas Haselböck)
16. 07. 11 Oxycera leonina (det. Andreas Haselböck)
Oxycera leonina wird gut 05, cm lang und ist allgemein eine eher rare Art. Mehr konnte ich bislang nicht über sie herausfinden.
Familie Bremsen (Tabanidae)
Tabanus sudeticus
Sommer 2006 Tabanus cf. sudeticus
06. 08. 09 Tabanus cf. sudeticus (det. Eva Knon)
06. 08. 09 Tabanus cf. sudeticus (det. Eva Knon)
Tabanus sudeticus ist die größte Bremsenart in Mitteleuropa, sie kann bis zu 2,5 cm lang werden. Während die Männchen harmlos von Pflanzensäften leben, benötigen die Weibchen Blut zur Reifung der Eier. Dazu werden größere Säugetiere wie Pferde oder Rinder gestochen. Tabanus sudeticus ist hier nur vereinzelt zu finden.
Familie Kugelfliegen (Acroceridae)
Weltweit gibt es über 500 Arten der Kugelfliegen, die auch Spinnenfliegen genannt werden; davon kommen aber nur 8 in Deutschland vor; die Gruppe scheint also ziemlich überschaubar zu sein. Dennoch ist die Unterscheidung der einzelnen Arten schwierig. Dei Larven leben parasitär in Spinnen. Alle in Deutschland lebenden Arten sind selten.
Selten sieht man die schwer bestimmbaren Hummelschweber sitzen, meist stehen sie wie ein Kolibri vor Blüten. Ihre Eier legen sie bei Wildbienennestern ab, in denen die Larven parasitieren.
Der Trauerschweber Hemipenthes morio hat eine Spannweite von ca. 1 cm und ist hier am Stux recht häufig. Die Art ist ein sogenannter Hyperparasit: die Larven leben in den Larven von Raupenfliegen, die wiederum in Schmetterlingsraupen parasitieren.
Villa hottentotta
16. 06. 07 Villa hottentotta
Villa hottentotta - die Art heisst wirklich so - wird etwa 15 mm lang und ist hier nur vereinzelt zu finden. Die Larvenleben parasitisch in Eulenraupen, selten auch in anderen Schmetterlingsraupen.
Familie Raubfliegen (Asilidae)
Weltweit sind etwa 7000 Raubfliegenarten bekannt. In Deutschland ist die Sache etwas übersichtlicher: 81 Arten sind hier bislang beschrieben worden. Der Name "Raubfliege" leitet sich aus der Art ihres Nahrungserwerbs ab: die Beute - meist andere Insekten - wird von den gut sehenden Fliegen aktiv gejagt, vornehmlich in der Luft. Auch die Larven leben räuberisch und ernähren sich von anderen Insektenlarven. Da zur Beute der Raubfliegen vorwiegend pflanzenfressende Insekten gehören, zählt man sie zu den Nützlingen.
Choerades sp.
12. 08. 09 Choerades sp. (det. Danny Wolff)
Die Raubfliegen der Gattung Choerades werden 1 - 2 cm lang. Vom Foto her sind die einzelnen Arten nur schwer zu unterscheiden. Sie ähneln sehr den Schwebfliegen der Gattung Xylota.
Gelbe Mordfliege (Laphria flava)
25. 04. 09 Gelbe Mordfliege (Laphria flava) (conf. Danny Wolff)
03. 05. 11 Gelbe Mordfliege (Laphria flava)
03. 05. 11 Gelbe Mordfliege (Laphria flava)
Laphria flava, die Gelbe Mordfliege (fürchterlicher Name) gehört zu den größten Raubfliegen und kann bis zu 2,5 cm lang werden; es gibt allerdings auch "Zwerge" mit Längen von nur gut 1 cm. Die hummelähnliche Raubfliege jagt in der Luft Insekten bis zur eigenen Größe und saugt sie aus. Die Larven leben an moderndem Holz und ernähren sich räuberisch von Insektenlarven.
Familie Tanzfliegen (Empididae)
Von den weltweit etwa 2500 Arten der Tanzfliegen (Empididae) kommen content="a. 260 in Deutschland vor. ähnlich wie die Raubfliegen (Asilidae) leben sie vorwiegend von tierischer Nahrung, meist Insekten, die im Flug ergriffen und ausgesaugt wird. Einige wenige Gattungen saugen an Blüten Nektar.
Empis sp.
09. 05. 09 Empis sp., verm. tesselata (det. Frank Marquard)
Die Tanzfliege Emois tesselata ist eine häufige Art in ganz Europa. Sie wird etwa 1 cm lang.